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Gleich zwei Kooperationsverträge knüpfte gestern die Regelschule Wormstedt. Um die Schüler mehr mit der Praxis zu verbinden, ging sie eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde und einem Betrieb ein.
Mit musikalischen Darbietungen, Sketchen und Tanz leiteten Schülerinnen und Schüler der 6. und
8. Klasse diese Veranstaltung ein.
Die Praxis wird es zeigen, wie sich die Lernpatenschaften mit den beiden Unternehmen entwickeln. Verbindungen sowohl zur Gemeinde als auch zur Bad Sulzaer Mineralfutter GmbH gab es bereits.
Der Betrieb mit seinen 30 Beschäftigten im Gewerbegebiet Wormstedt kooperiert mit einer Schülergruppe der 9. Klasse, die im Rahmen eines Projektes eine Power-Point-Präsentation des Unternehmens erstellt.
Robert, Carsten, René und Erik sollen ihre Arbeit über die Produktherstellung, die Qualitätssicherung, den Vertrieb und das Firmenporträt in einem Jahr fertig haben.
Künftig wird der Betrieb aber noch stärker mit den Schülern in Kontakt treten.
So soll ein Mitarbeiter in der Schule das Bewerbertraining leiten, gibt es in der 5. Klasse im Biologieunterricht praxisbezogene Informationen quasi von nebenan über die Tierernährung.
Der Bürgermeister der Gemeinde Saaleplatte, Jörg Hammer, hat bereits einen festen Termin für seinen Auftritt im Sozialkunde-Unterricht. Dort möchte er den Schülern das Innenleben seiner Gemeinde näher bringen. Auch dürfen die Heranwachsenden Teiche und Vorfluter pflegen oder Bäume pflanzen.
Einstudiert und aufgeführt werden soll von den Schülern im nächsten Jahr die Lindwurmsage zur 1050-Jahrfeier Wormstedts.
Schulleiter Eckhard Süß ist auch darüber zufrieden, dass zehn Schüler Jobs in den Ferien bei der Apoldaer Wasser GmbH finden. Auch das beinhaltet die Lernpatenschaft zwischen Gemeinde und Regelschule, die 106 Jugendliche besuchen.
Die Vertragsunterzeichnung
Nach der feierlichen Vertrags-unterzeichnung lud der Betrieb zur Besichtigung ein. Für die Mineralfutterherstellung verwendet die Firma 500 Rezepturen, erläuterte Produktionsleiter Andreas Bruder Schülern und Lehrern. Jede Agrargenossenschaft schwört da auf ihre eigene Mischung, die sie immer dem Futter der Rinder, Schweine und des Geflügels beigibt.
Der Betrieb hat gegenwärtig fünf Auszubildende in seinen Reihen, die die Berufe des Industriekaufmanns und der Bürokauffrau erlernen.
Text: André Hess
TA vom 30.03 2006
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