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Das Lächeln kommt zurück
Steffi Friebel von der Regelschule Wormstedt gehört zu Thüringens tollsten Lehrern.
Bei einem festlichen Akt sind am 02.07.2008 in Erfurt Thüringens tollste Lehrer ausgezeichnet worden. Bei dem alljährlichen Wettbewerb der Thüringer Allgemeine erreichte Steffi Friebel von der Regelschule Wormstedt einen dritten Platz.
Das Lächeln verschwindet nur selten aus ihrem Gesicht. Kleine, sympathische Lachfältchen verraten, dass sie meist gut gelaunt durchs Leben geht."So kennen wir Frau Friebel"; bestätigt Florian Kalmring.
Der 16-jährige Absolvent der Wormstedter Regelschule hat sich mit seinen Mitschülern ein besonderes Abschiedsgeschenk für seine Klassenlehrerin Steffi Friebel ausgedacht.
"Wir wollen ihr den Titel 'Tollste Lehrerin Thüringens' schenken", sagt der Kösnitzer. Aus diesem Grund führten die Zehntklässler eine geheime Umfrage unter den knapp 100 Wormstedter Schülern durch. Das Ergebnis war eindeutig: Fast alle unterschrieben dafür, Steffi Friebel zum TA-Wettbewerb "Tollster Lehrer Thüringens" nach Erfurt zu schicken.
rechts:
Werner Dieste, Direktor des Landesfunkhauses Thüringen in Erfurt, überreicht die Urkunde
Bereits zum 6. Mal sind Schülerinnen und Schüler der Aufforderung der Landesschülervertretung Thüringen gefolgt und haben ihre „tollsten Lehrer“ vorgeschlagen. Gab es anfänglich 34 Vorschläge, so konnte in diesem Jahr aus 74 Einsendungen ausgewählt werden.
Kultusminister Müller gratuliert: „Schule ist ein wesentlicher Bestandteil des Denkens, Fühlens und Handelns von Kindern und Jugendlichen. Wichtige Bezugspersonen sind dabei vor allem Lehrerinnen und Lehrer. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern erziehen ihre Schüler auch zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten. Die Lehrer, die das am ‚tollsten’ gemacht haben, werden nun ausgezeichnet. (TKM-PM vom 01.07.2008)
"Sie ist vielseitig und hat ein offenes Ohr für fachliche und persönliche Probleme", begründet Florian knapp. Steffi Friebel arbeitet seit 1984 als Lehrerin für Mathe, Physik, Ethik und Medienkunde in Wormstedt. Sie gestaltet ihren Unterricht locker und abwechslungsreich, berichtet Florian mit Blick auf die vielen Physik-Experimente, stehe zu ihrer Meinung und fordere ihre Schüler immer wieder auf, Dinge zu hinterfragen. "Wir haben ein familiäres Verhältnis zu ihr und respektieren sie", schwärmt der Realschüler. Besonders ihre Arbeitsgemeinschaften nach der Schule sind demnach beliebt und lehrreich. Vom Hörspiel, das in einem Jenaer Radiosender aufgenommen und dort auch ausgestrahlt wurde, bis zum Kurzfilm "Liebe bringt Opfer" regt sie ihre Schützlinge zu Kreativität an und bringt ihnen den Umgang mit der Medien-Technik bei. "Lustig ist es dabei immer", erinnert sich Florian an Episoden bei der Wahl der mittelalterlichen Filmbekleidung.
"Solche Projekte sind natürlich abhängig von der jeweiligen Klasse", meldet sich die 48-jährige Steffi Friebel zu Wort. "Wenn die Schüler keine Lust auf zeitaufwendige Extras haben, dann wird es auch nichts."
Bei ihren Zehnklässlern, deren Klassenlehrerin sie seit drei Jahren ist, war das kein Problem. "Wir sind in den Jahren richtig zusammengewachsen", meint sie.
So wundere sich in ihrer Klasse niemand, wenn einer ihrer Schüler am Wochenende bei ihr klingelt, um sie zu besuchen. "Beruf und Privatleben lassen sich als Lehrerin kaum trennen", lächelt sie. Das will sie auch gar nicht und nimmt seit Jahren ihren Ehemann mit auf Klassenfahrten. Das Geheimnis ihres Erfolges: "Das Lächeln auf den eigenen Lippen bekommt man immer zurück." Bei ihr ist das Geheimnis ganz offensichtlich.
Jeanette Miltsch
TA 03.07.08