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Aktuell > Archiv 2006
Die beiden ersten Schultage des neuen Schuljahres nutzten wir, die Klasse 5, um uns und die Regelschule besser kennen zu lernen. Deshalb fand an diesen beiden Tagen für uns auch noch kein regulärer Unterricht statt. Am Donnerstag machten wir uns mit der Regelschule, dem Stundenplan und den neuen Fächern vertraut.
Am Freitag, dem 1. September 2006, hatten wir bereits unseren ersten Wandertag.
Er führte uns, unseren Klassenlehrer Herrn Schneider und Frau Dr. Liebert in den kleinen Ort Döbritschen an der Saale in der Nähe von Camburg.
Dort besichtigten wir die Kraftwerksanlagen, mit deren Hilfe aus Wasser Energie, also Strom gewonnen wird.
Von Wormstedt fuhren wir mit dem Bus nach Münchengosserstädt und von dort liefen wir ins nahe Döbritschen im Saale-Holzland-Kreis.
Direkt am Ufer der Saale gibt es einen Rastplatz mit Feuerstelle, wo wir uns erst einmal stärkten.
Dann spielten die Jungen Fußball, die Mädchen bastelten Papierschiffchen und ließen sie auf der Saale treiben. Einige Jungen sammelten Holz und bestückten damit das Lagerfeuer in der Mitte des Rastplatzes.
Alle saßen drum herum und Frau Dr. Liebert erzählte uns die Sage von der Camburger Saalenixe, die einen Bäckergesellen ins Wasser zog, nachdem er - entgegen der Weisung des Meisters - Kümmel ins Brot tat, wodurch das Kind der Nixe starb.
Anschließend zeigte uns Herr Lobenstein die Kraftwerksanlagen und erklärte uns, wie mit Hilfe der Turbinen und des Generators aus dem Wasser der Saale Energie gewonnen wird.
Wir staunten nicht schlecht, als wir hörten, dass in diesem kleinen Kraftwerk täglich rund 5800 Kilowatt-Stunden Strom gewonnen werden, ohne die Umwelt zu belasten.
Ein Höhepunkt für uns war, als Herr Lobenstein mit uns in Gruppen mit einem kleinen Motorboot zum anderen Ufer der Saale fuhr.
Dort zeigte er uns die so genannte Fischtreppe, die der Betreiber vor einigen Jahren angelegt hat. Sie befindet sich in einem ca. 1,20 m breiten Kanal neben dem Saalewehr und sie sorgt dafür, dass die Fische ohne Gefahr flussaufwärts schwimmen können. Ebenso ermöglicht die Fischtreppe den Wasserwanderern, mit ihren Faltbooten ungehindert auf der Saale von oben nach unten zu gelangen, ohne das Wehr passieren zu müssen.
Leider verging die Zeit viel zu schnell, denn gegen Mittag mussten wir wieder den Heimweg antreten.
Wir waren uns aber alle einig, dass das wir einen schönen (Schul)Tag gemeinsam verlebt und uns schon ein bisschen besser kennen gelernt hatten.
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